Leasing vor Kredit

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Leasing gilt in deutschen Unternehmen inzwischen als wichtigstes Instrument der Außenfinanzierung. Dies ergab eine vom Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL), Berlin, in Auftrag gegebene Studie eines unabhängigen Marktforschungsinstituts. Vor einer geplanten Investition – egal ob Auto oder Maschine – beziehen die Unternehmen immer öfter Leasing als Alternative zum Bankkredit in ihre Überlegungen ein. Danach löste Leasing als erste Wahl bei bevorstehenden Investitionsvorhaben den Kredit ab. An der BDL-Umfrage beteiligten sich 755 Geschäftsführer und Finanzdirektoren, die für Investitionsentscheidungen in den Unternehmen zuständig sind. 45 Prozent der Entscheidungsträger gaben an, dass sie Leasing bei der Finanzierung eines Fahrzeuges oder einer Maschine im Wert von über 25.000 Euro in erster Linie in Betracht ziehen würden. Auf Rang Zwei folgte mit 29 Prozent der Kredit. Gegenüber 1994 gewann Leasing damit 7 Prozentpunkte, Kredit verringerte sich um 11 Prozentpunkte. Auf den weiteren Plätzen folgten in ihrer Rangfolge und Bedeutung etwa gleichbleibend Mietkauf mit 17 Prozent und Herstellermiete mit 9 Prozent.

Über die Hälfte (51 Prozent) der Entscheider gaben an, Leasing als Finanzierungsalternative "häufig" oder "immer" zu prüfen. Im Gegensatz zur letzten Erhebung aus dem Jahr 1994 gewann Leasing im vergangenen Jahr erheblich an Auftrieb. Vor fast zehn Jahren rangierte es nur bei 41 Prozent der Befragten als alternative Möglichkeit auf den ersten beiden Plätzen. Der Anteil der Unternehmen, die Leasing vor ihren Investitionsentscheidungen sporadisch oder nie in Betracht ziehen, ist entsprechend gesunken.

Ein Großteil der Unternehmen mit Erfahrungen im Leasing überlegen, es auch bei künftigen Investitionen in Anspruch zu nehmen. So gaben 64 Prozent der derzeitigen Leasing-Nehmer an, bei der nächsten Investition Leasing häufig bzw. immer in Betracht zu ziehen. Abhängig von der Zahl der Beschäftigten zeigte sich bei größeren Unternehmen eher die Neigung, Leasing in der Planung zu berücksichtigen. Am häufigsten sehen Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche oder dem verarbeitenden Gewerbe im Leasing eine echte Finanzierungsalternative. Die Baubranche, Verkehr und Nachrichtenübermittlung dagegen nutzen dieses Instrument weniger, ermittelte der BDL.

Wichtige Rolle im Finanzierungsmix

Gründe für diese Entwicklung liegen einerseits in der restriktiven Kreditvergabe der Banken aufgrund der anhaltend hohen Insolvenzrisiken. Anderseits erhält Leasing durch die neuen, viel diskutierten Eigenkapitalrichtlinien Basel II einen enormen Aufwind. Laut BDL befürchtet die überwiegende Mehrzahl der Unternehmen, dass die Kreditfinanzierung durch die Banken in Folge der Basel II-Regulierungen schwieriger und teurer wird. Als ein Ausweg erscheint den meisten Befragten das Leasing. Allerdings agieren auch die Leasing-Unternehmen nicht ganz unabhängig von den Basel-II-Bestimmungen. Denn auch sie können sich nicht vollends von den Ratingverfahren ausnehmen, da auch sie sich refinanzieren müssen und eine eigenes Risikomanagement betreiben. Dennoch erwartet der BDL, dass sich der Stellenwert des Leasing in den kommenden Jahren weiter erhöhen wird.

Bereits heute ist Leasing aus dem Finanzierungsmix der Unternehmen nicht mehr wegzudenken: Die Leasing-Quote an den Bruttoanlageinvestitionen beträgt inzwischen 17,5 Prozent. Allein bei außenfinanzierten Ausrüstungsinvestitionen hält Leasing einen Anteil von über 50 Prozent. Für Leasing sprechen seine generellen Stärken. Zu den besonderen Vorteilen gehören eine feste Kalkulationsgrundlage in Form von monatlichen Raten, ein überschaubarer Planungshorizont und eine vergleichsweise geringe Anfangsbelastung. Generell ist Leasing ein flexibles Instrument. Der Kunde bindet sein Kapital nicht langfristig an ein Investitionsgut, sondern zahlt nur für die Nutzung ohne Wertverluste einkalkulieren zu müssen. Gleichzeitig gestaltet er gemeinsam mit dem Leasing-Geber die Zahlungsverläufe: über die Höhe der Sonderzahlung zu Vertragsbeginn die monatliche Ratenzahlung, die wiederum degressiv oder linear verlaufen kann, abhängig von der aktuellen und erwarteten Ertragssituation des Unternehmens.

Ein weiterer Vorteil ist die Bilanzneutralität. Da das Leasing-Objekt in der Regel Eigentum der Leasing-Gesellschaft bleibt, geht es nicht in die Bilanz des Leasing-Nehmers ein. Wenn künftig die Kreditkosten weitgehend vom Rating des Unternehmens abhängen, wird die Schonung des Eigenkapitals umso wichtiger. Die geringe Eigenkapitalquote in der mittelständischen Wirtschaft verdeutlicht, wie entscheidend dieser Aspekt ist: Im Durchschnitt liegt sie bei 18 Prozent, bei kleinen und mittleren Unternehmen sogar unter 10 Prozent. Zur Bildung einer höheren Eigenkapitalquote kann Leasing zunächst nicht beitragen. Aber Leasing kann den Spielraum eines Unternehmens für Investitionen erheblich erweitern und damit Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen ermöglichen.



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